Frauenkreis

Entdecke immer wieder Neues!

Kontakt

Waltraud Botschek, Ameisenbühl 35, 89547 Gerstetten, 07323 / 6847

Unser Team

Solange man mit Augen, Mund und Ohren neugierig ist, trotzt man dem Alter. (L. Lencester)

Jahresprogramm 2019

Donnerstag, 15. August * Kräuterweihe mit anschließendem Kräuterbuffet

Beginn 14:00 Uhr

Dienstag, 10. September * Frauenmesse

Beginn 10:00 Uhr

Dienstag, 17. September * Die Farben der Erde mit Frau Ursula Allgöwer

Beginn 19:00 Uhr

Dienstag, 15. Oktober * Frauenmesse

Beginn 10:00 Uhr

Samstag, 26. Oktober * Bibelerzählung mit Frau Andrea Pracht und dem Chor Capella Chamäleon

Dienstag, 12. November * Frauenmesse

Beginn 14:00 Uhr, anschließend kommt Pfarrer Kausch zu uns.

Dienstag, 12. November * Herr Pfarrer Kausch kommt zu uns

Im Anschluß an die Frauenmesse um 14:00 Uhr.

Dienstag, 10. Dezember* Frauenmesse

Beginn 10:00 Uhr.

Dienstag, 17. Dezember * Wir feiern Advent

Beginn um 17:00 Uhr.

Rückblick

Kräuterweihe 2018

Maiandacht vor der Grotte im Lonetal

Besinnungstag der Frauen am 27. Oktober 2018 * Mit Psalmen Kraft finden für den Alltag

Was fällt Ihnen ein zu dem Begriff „Psalmen“?

Mit dieser Frage konfrontierte gleich zu Beginn Elisabeth Redelstein, Pastoralreferentin aus Heidenheim, die über 30 Frauen, die sich zu dieser ganztägigen Veranstaltung im Gemeindehaus eingefunden hatten. Gebete, Bittgesänge, Hilferufe, König David oder “Der Herr ist mein Hirte“ - das waren so in etwa die Antworten. In einer Art Crashkurs erhielten die Frauen jede Menge geschichtliche Informationen, unterstützt durch Merkkärtchen mit Stichwörtern.

Der Begriff „Psalm“ bedeutet in der hebräischen und griechischen Sprache „Saitenspiel“, also einen Gesang mit Saitenbegleitung. Die Bezeichnung wird vor allem für die 150 Gedichte, Lieder und Gebete der hebräischen Bibel bzw. des Alten Testaments verwendet, die man auch Psalter oder Psaliter nennt. Die Herkunft und Entstehungszeit der einzelnen Psalme sind je nach Anlass sehr unterschiedlich. Die ältesten stammen wohl aus der israelitischen Königszeit 1000 v. Christus, aus der Zeit König Davids. So ist es nicht verwunderlich, dass uns der Inhalt und die Sprache mancher Textstelle sehr fremd vorkommt, auch wenn sie im Laufe der Zeit modernisiert wurde. Anhand des Psalms 139 lernten die Teilnehmerinnen, wie sich der Text durch mehrmaliges Hören, Lesen oder sogar Singen allmählich immer besser erschließt. Auch Schreiben, Malen und Gestalten kann dabei sehr hilfreich sein.

Seit Jahrtausenden beten Menschen zu Gott. Sie klagen ihn an, sie hadern mit ihm, sie flehen, sie bitten, sie loben, sie danken ihm. In den Psalmen ist die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle vertreten. Zur Einstimmung suchte sich jede Frau aus vielen verschiedenen Bildkarten eine aus, die sie besonders ansprach. Den Geschichten, die nun erzählt wurden - traurige und besinnliche, fröhliche und lustige-  hätte man noch stundenlang weiter zuhören können.

Als Christ sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass das Christentum aus dem Judentum entstand, und die Psalmen als Grundstock der eigenen Gebetssprache dienten. Auch die meisten liturgischen Gesänge gehen auf die Psalmen zurück. Kein Buch aus dem Alten Testament wird häufiger im Neuen Testament zitiert als das Buch der Psalmen. Besonders eindrücklich erfuhren dies die Zuhörerinnen nach der Mittagspause am Beispiel des 22. Psalms, der mit den Worten beginnt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, wo ganze Textstellen an die Leidensgeschichte Jesu im Evangelium erinnern. Das Video dazu vertiefte den Eindruck des Schmerzes und des Verlassenseins ins Unerträgliche.

Ein paar ausgewählte Psalmsätze animierten manche Frauen dazu, eigene Gedanken zu formulieren. So notierte eine Frau zu `Ich vertrockne wie Heu` die Worte: „Das lebenswerte Leben geht ratenweise verloren.“ Und eine andere schrieb: „Ich darf glücklich sein, ich darf wütend sein, ich darf lachen oder weinen“ zu den Psalmworten `Du bist vertraut mit allen meinen Wegen`.

Dass der Umgang mit Psalmen durchaus vergnüglich sein kann, erfuhren die Frauen bei der „Übersetzung“ des Psalms 23 „Der Herr ist mein Hirte“ ins Schwäbische!

Zu guter Letzt bleibt nur noch „Danke!“ zu sagen an die Referentin Frau Redelstein, an Waltraud Botschek und Mitzi Burger für die Planung, an die gute Küche im Gasthaus Hirsch und an alle, die durch ihren Einsatz diesen Besinnungstag zu einem guten Tag haben werden lassen.

Und nun: Was fällt Ihnen ein zu dem Begriff „Psalmen“?

Frauenkreis 2017